Das Statistische Bundesamt (Destatis) führt den starken Rückgang fast vollständig auf den Sonstigen Fahrzeugbau zurück. Dazu zählen Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge. Dort sanken die Aufträge im August saison- und kalenderbereinigt um 61,5 Prozent. Im Juli war das Volumen nach außergewöhnlich vielen Großaufträgen im Schiff-, Schienenfahrzeug- und Flugzeugbau noch um revidierte 129,4 Prozent gestiegen.
Auch die Aufträge für Investitionsgüter gingen deutlich zurück: Sie lagen 15,3 Prozent unter dem Vormonat. Bei Konsumgütern betrug das Minus 7,3 Prozent, bei Vorleistungsgütern 2,6 Prozent. Die Inlandsaufträge fielen um 17,3 Prozent. Aus dem Ausland kamen 5,4 Prozent weniger Aufträge; dabei gingen die Bestellungen sowohl aus der Eurozone als auch aus Ländern außerhalb der Eurozone um jeweils 5,4 beziehungsweise 5,5 Prozent zurück.
Im Dreimonatszeitraum von Juni bis August lag der Auftragseingang insgesamt 1,3 Prozent über den drei Monaten zuvor. Ohne Großaufträge ergab sich in diesem Vergleich allerdings ein Rückgang um 2,6 Prozent. Für Juli revidierte Destatis den monatlichen Zuwachs auf 3,2 Prozent; zunächst waren 2,5 Prozent gemeldet worden. Im Vergleich zum August 2025 lag der Auftragseingang im August 2026 kalenderbereinigt 2,7 Prozent höher.
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe blieb im August gegenüber Juli unverändert. Gegenüber August 2025 lag er kalenderbereinigt um 0,9 Prozent höher. Die Auftrags- und Umsatzwerte sind preisbereinigt; die Monatsvergleiche wurden saison- und kalenderbereinigt. Destatis weist darauf hin, dass der Vorjahresvergleich saisonale Schwankungen und Kalendereffekte ausklammert und daher einen anderen Zeitraum abbildet als der Vergleich zum Vormonat.
