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EU-Kommission verhängt 40 Millionen Euro Strafe gegen Kingspan

Die EU-Kommission hat Kingspan mit 40 Millionen Euro belegt. Das Unternehmen habe bei der Prüfung der geplanten Übernahme von Trimo im Jahr 2021 in vier Fällen falsche oder irreführende Informationen geliefert.

Symbolbild: EU-Kommission verhängt 40 Millionen Euro Strafe gegen Kingspan
Symbolbild · KI-generiert

Die EU-Kommission verhängte die Strafe am 8. Oktober 2026. Sie wirft Kingspan vor, bei der Prüfung der geplanten Übernahme von Trimo gegen die EU-Fusionskontrollverordnung verstoßen zu haben. Die Kommission stufte das Verhalten als mindestens fahrlässig ein. Kingspan hatte die Transaktion letztlich aufgegeben.

Die beanstandeten Angaben betrafen vier Bereiche: wie Kingspan die Marktdurchdringung von Mineralfaser-Sandwichpaneelen erfasst, die Verfügbarkeit von Angebotsdaten zu gewonnenen und verlorenen Ausschreibungen, die Beteiligung von Vorstandsmitgliedern an Übernahmeplänen und strategischen Fragen sowie die Forschung und Entwicklung für diese Paneele. Nach Einschätzung der Kommission waren diese Informationen für die Prüfung des Zusammenschlusses wichtig.

Die Kommission hatte ihre Untersuchung zu den Angaben im November 2022 eingeleitet. Im März 2024 legte sie Kingspan zunächst sechs Einwände vor. Nach Prüfung der Stellungnahme des Unternehmens ließ sie zwei davon fallen und erhob ergänzend weitere Einwände. Die endgültige Entscheidung stellt vier eigenständige Verstöße fest. Die Angaben waren laut Kommission entweder im Fusionsanmeldeformular oder als Antwort auf Informationsanfragen übermittelt worden.

Für jeden der vier Verstöße setzte die Kommission eine Strafe von 10 Millionen Euro fest. Insgesamt muss Kingspan damit 40 Millionen Euro zahlen. Die Behörde begründet die Höhe damit, dass die Angaben die Untersuchung behindert und eine sachgerechte Prüfung erschwert hätten. Nach der EU-Fusionskontrollverordnung kann die Kommission bei vorsätzlich oder fahrlässig falschen oder irreführenden Informationen Geldbußen von bis zu einem Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes verhängen.

Kingspan meldete den geplanten Erwerb von Trimo im März 2021 bei der Kommission an. Im April desselben Jahres begann eine vertiefte Prüfung. Im März 2022 äußerte die Kommission Bedenken, der Zusammenschluss könne den Wettbewerb in Märkten für bestimmte Baumaterialien beeinträchtigen. Im April 2022 gaben die Unternehmen den Übernahmeplan auf. Beide sind im Markt für Mineralfaser-Sandwichpaneele tätig, die für Bau, Renovierung und Dämmung von Industrie- und Gewerbegebäuden eingesetzt werden.

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Quellen

  • EU-KommissionPrimärquelle© Europäische Union, CC BY 4.0 – zusammengefasst und übersetzt.

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