Die Maßnahme der Federal Reserve richtet sich gegen American Express Company. Nach Angaben der US-Notenbank konnte das Unternehmen bestimmte verdächtige Aktivitäten mit Bezug zu Geldwäsche nicht ausreichend erkennen und melden. Die Behörde nannte dies als einen der Punkte, die sie mit ihrem Vorgehen adressieren will.
Zusätzlich stellte die Federal Reserve erhebliche Mängel bei der Umsetzung des unternehmensweiten Anti-Geldwäsche-Programms fest. Besonders betroffen war demnach die nationale Banktochter des Konzerns. Die Federal Reserve veröffentlichte in ihrer Mitteilung keine Angaben zu einer Geldbuße oder zu weiteren konkreten Auflagen.
Für die Bank ist neben der Federal Reserve auch das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) zuständig. Diese Behörde hat nach Angaben der Federal Reserve eine separate Durchsetzungsmaßnahme gegen die Bank erlassen. Damit beziehen sich die angekündigten Schritte auf zwei Ebenen: die Maßnahme der Federal Reserve gegen American Express Company und das eigenständige Vorgehen des OCC gegen die Banktochter.
Die Federal Reserve erklärte, ihre Maßnahme solle dazu beitragen, dass das Unternehmen die US-Gesetze und -Vorschriften einhält. Welche konkreten Änderungen American Express umsetzen muss oder in welchem Zeitraum dies geschehen soll, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch die Höhe einer möglichen Geldbuße wird darin nicht genannt. Eine weitere Meldung beziffert die Geldbuße gegen American Express National Bank auf 350 Millionen US-Dollar; die Federal Reserve bestätigt diesen Betrag in ihrer Mitteilung nicht.
