Hashi soll Bitcoin als Sicherheit für Finanzanwendungen auf der Sui-Blockchain nutzbar machen. Der Start des Mainnets ist für später im Oktober 2026 vorgesehen und erfolgt in mehreren Phasen. Nach Angaben der Sui Foundation haben sich mehr als 20 Unternehmen und Organisationen an der Startkoalition beteiligt, die zusammen über 500 Millionen Dollar Kapital zugesagt haben. Das Kapital soll unter anderem in Tresoren verschiedener Anbieter wie Aftermath, Concrete und Fluid liegen.
Bei der Nutzung bleibt das hinterlegte Bitcoin auf der Bitcoin-Blockchain. Hashi koordiniert dessen Einsatz als Sicherheit über Smart Contracts auf Sui: Für eingezahltes Bitcoin wird hBTC auf Sui ausgegeben, das in Anwendungen verwendet werden kann. Bei der Rückgabe wird hBTC vernichtet und das native Bitcoin wieder auf der Bitcoin-Blockchain freigegeben. Zu den möglichen Anwendungen zählen laut Sui Foundation Kreditvergabe und -aufnahme, Tresore sowie strukturierte Finanzprodukte.
Anchorage Digital wird als Partner zum Start Teil des Hashi-Ökosystems. Das Unternehmen soll institutionellen Kunden Zugang über eine Abwicklung mit drei Parteien in Qualified Custody sowie über direkte Self-Custody ermöglichen. Außerdem soll Anchorage Digital Stablecoin-Liquidität in das Netzwerk einbringen. Die Sui Foundation beschreibt Hashi als Infrastruktur, auf der unterschiedliche Anwendungen aufbauen können.
Zur steuerlichen Behandlung verweist die Sui Foundation auf eine Einschätzung der US-Kanzlei Fenwick: Einzahlungen und Rückgaben über Hashi sollten demnach nach US-Steuerrecht keine steuerpflichtigen Ereignisse darstellen. Diese Aussage bezieht sich auf die US-Rechtslage. Der Mainnet-Start ist für diesen Monat angekündigt; die Einführung soll schrittweise erfolgen.
