New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James teilte mit, sie habe eine Einigung mit Mashinsky erzielt. Der Mitgründer und frühere CEO der Krypto-Kreditplattform Celsius Network LLC wird dauerhaft von Geschäften in den Bereichen Wertpapiere, Rohstoffe und Kryptowährungen ausgeschlossen. Die Einigung folgt auf eine 2023 eingereichte Zivilklage. Darin warf die Behörde Mashinsky vor, Anleger über die Sicherheit von Celsius getäuscht zu haben. Nach Darstellung der Behörde wurden dadurch Hunderttausende Menschen, darunter mehr als 26.000 Einwohner New Yorks, dazu bewegt, digitale Vermögenswerte auf der Plattform zu hinterlegen.
Die möglichen Zahlungen an New York sind an Bedingungen geknüpft. Mashinsky muss 25 Millionen US-Dollar zahlen, falls er nicht 10 Millionen US-Dollar an unrechtmäßig erzielten Gewinnen an die US-Bundesregierung abtritt. Zusätzlich wären 10 Millionen US-Dollar an New York fällig, wenn er seine vollständige Haftstrafe nicht verbüßt. Mashinsky sitzt nach einem parallelen Strafverfahren auf Bundesebene eine zwölfjährige Haftstrafe ab. In diesem Verfahren wurde er außerdem zur Einziehung von mehr als 48 Millionen US-Dollar an die Bundesregierung verpflichtet.
Celsius nahm Kryptowährungen von Kunden entgegen und stellte dafür Erträge in Aussicht. Nach den Ermittlungen der New Yorker Behörde stellte Mashinsky die Plattform als sicher dar und beschrieb ihre Anlagen als risikoarm. Tatsächlich seien Kundengelder auch in risikoreichen Strategien eingesetzt worden; Verluste habe Mashinsky verborgen. Die Plattform brach zusammen, nachdem sie bei riskanten Anlagen Hunderte Millionen Dollar verloren hatte.
Im Insolvenzverfahren von Celsius wurden nach Angaben der Behörde bis August 2026 mehr als 3,4 Milliarden US-Dollar an Gläubiger ausgezahlt. Davon getrennt mussten Gründer und Führungskräfte von Celsius 16,5 Millionen US-Dollar an die Federal Trade Commission zahlen. Die Einigung mit New York betrifft Mashinskys Tätigkeiten in den genannten Branchen und ergänzt die Folgen des Bundesstrafverfahrens.
