Von Januar bis Juli 2026 wurden insgesamt 15 185 Unternehmensinsolvenzen erfasst. Die Forderungen der Gläubiger aus diesen Fällen beliefen sich auf rund 21,9 Milliarden Euro. Im entsprechenden Zeitraum 2025 waren es rund 31,8 Milliarden Euro. Dass die Forderungssumme trotz der höheren Zahl an Insolvenzen niedriger ausfiel, führt Destatis darauf zurück, dass 2025 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen betroffen waren.
Die Häufigkeit der Insolvenzen unterschied sich deutlich nach Wirtschaftsbereich. Insgesamt kamen in den ersten sieben Monaten 42,8 Fälle auf 10 000 Unternehmen. Den höchsten Wert verzeichnete Verkehr und Lagerei mit 85,5 Fällen je 10 000 Unternehmen. Es folgten das Gastgewerbe mit 70,0 und das Baugewerbe mit 62,9 Fällen.
Auch bei Verbraucherinsolvenzen verlief die Entwicklung im Juli anders: Die Amtsgerichte registrierten 7 111 Fälle, 5,9 % weniger als im Vorjahresmonat. Für die ersten sieben Monate 2026 meldete Destatis 46 043 Verbraucherinsolvenzen. Das entspricht einem Plus von 1,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Statistik erfasst Insolvenzanträge erst, nachdem das Gericht erstmals darüber entschieden hat. Der Zeitpunkt der Antragstellung liegt laut Destatis häufig annähernd drei Monate vor der statistischen Erfassung. Die Monatswerte bilden daher nicht unbedingt die Lage zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung ab. Zudem zählt die Statistik nur Geschäftsaufgaben im Rahmen eines Insolvenzverfahrens; Schließungen aus anderen Gründen oder vor akuten Zahlungsschwierigkeiten sind nicht enthalten.
