Das Statistische Bundesamt registrierte für August 20.600 genehmigte Wohnungen. Im Neubau stieg die Zahl gegenüber August 2025 um 4,2 Prozent auf 16.500. Für Wohnungen, die durch Umbauten bestehender Gebäude entstehen, wurden 4.200 Genehmigungen erteilt – ein Plus von 18,2 Prozent. Die Monatswerte können sich durch nachträglich eingehende Meldungen der Baubehörden verändern.
Von Januar bis August 2026 wurden insgesamt 169.400 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 12,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf neu zu errichtende Wohngebäude entfielen 137.500 Wohnungen, ein Zuwachs von 12,7 Prozent. Darunter waren 31.500 Wohnungen in Einfamilienhäusern (+7,8 Prozent), 10.000 in Zweifamilienhäusern (+21,7 Prozent) und 90.600 in Mehrfamilienhäusern (+14,5 Prozent). Bei Wohnheimen sank die Zahl um 2,0 Prozent auf 5.300.
Zusätzlich wurden 2.900 Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden genehmigt, 5,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für Umbauten in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden waren es 29.100 Wohnungen, ein Anstieg um 10,1 Prozent.
Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe ordnet den Zuwachs als Erholung von einem niedrigen Niveau ein. Nach Angaben des Verbands lagen die Genehmigungen von Januar bis August weiterhin rund ein Drittel unter dem Wert für denselben Zeitraum 2021, als es mehr als 250.000 waren. Der Verband weist außerdem darauf hin, dass eine Genehmigung nicht automatisch zum Bau führt. Ende 2025 hätten rund 450.000 genehmigte Wohnungen auf Eis gelegen. Diese Zahlen stammen vom Verband.
Die Genehmigungsstatistik erfasst erteilte Genehmigungen und nicht fertiggestellte Wohnungen. Für die weitere Entwicklung des Wohnungsbaus sind deshalb sowohl die Zahl der Genehmigungen als auch deren Umsetzung relevant.
