Eurostat zufolge stieg die saisonbereinigte Bauproduktion im August 2026 gegenüber Juli um 1,8 Prozent in der Eurozone und um 2,0 Prozent in der EU. Im Juli hatte der Wert in der Eurozone nach revidierten Angaben um 0,2 Prozent zugelegt; für die EU wurde ein Rückgang um 0,1 Prozent ausgewiesen. Zuvor hatte Eurostat für Juli noch +0,0 Prozent für die Eurozone und −0,3 Prozent für die EU gemeldet.
Die Entwicklung fiel je nach Bausparte unterschiedlich aus. In der Eurozone sank die Produktion im Hochbau gegenüber Juli um 0,4 Prozent und im Tiefbau um 2,1 Prozent. Spezialisierte Bautätigkeiten verzeichneten dagegen ein Plus von 2,5 Prozent. In der EU gingen Hochbau und Tiefbau um 1,0 beziehungsweise 0,2 Prozent zurück, während spezialisierte Bautätigkeiten um 2,3 Prozent zunahmen.
Unter den Mitgliedstaaten mit verfügbaren Monatsdaten verbuchte Ungarn mit +14,0 Prozent den stärksten Zuwachs. Deutschland folgte mit +9,3 Prozent, Rumänien mit +7,2 Prozent. Die größten Rückgänge meldete Eurostat für Slowenien mit −5,1 Prozent, die Slowakei mit −4,9 Prozent und Italien mit −2,9 Prozent.
Im Jahresvergleich lag die Bauproduktion im August in der Eurozone um 1,4 Prozent und in der EU um 2,6 Prozent höher als im August 2025. Dabei sank der Hochbau um 3,7 Prozent in der Eurozone und um 4,1 Prozent in der EU. Spezialisierte Bautätigkeiten nahmen um 3,1 beziehungsweise 2,9 Prozent zu. Eurostat weist darauf hin, dass jüngste Aggregate teilweise auf Schätzungen für fehlende nationale Monatswerte beruhen. Die nächste Veröffentlichung ist für den 19. November 2026 angekündigt.
