Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 12 Prozent zu; währungsbereinigt betrug das Wachstum 11 Prozent. Netflix führt den Anstieg vor allem auf höhere Aboerlöse zurück, die von mehr Mitgliedschaften und Preisanpassungen profitierten. Auch das Werbegeschäft wuchs, zudem wirkten sich Wechselkurse nach Abzug von Absicherungseffekten positiv aus. Die Kundenabwanderung verbesserte sich weltweit und in den USA gegenüber dem Vorjahresquartal und lag unter der internen Prognose des Unternehmens.
Das operative Ergebnis stieg um 37 Prozent auf 4,5 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge erreichte 34,6 Prozent, nach 28,2 Prozent im dritten Quartal 2025. Netflix erklärt, dass das Ergebnis vor allem wegen des Zeitpunkts bestimmter Ausgaben und leicht höherer Erlöse über der eigenen Prognose lag. Der verwässerte Gewinn je Aktie betrug 0,87 US-Dollar; im Vorjahresquartal waren es 0,59 US-Dollar.
Für das vierte Quartal stellt Netflix einen Umsatz von 13,4 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Das entspräche einem Zuwachs von 12 Prozent im Jahresvergleich beziehungsweise 11 Prozent auf währungsbereinigter Basis. Als Treiber nennt das Unternehmen Mitgliederzahlen, Preise und Werbeerlöse. Die operative Marge soll 26,0 Prozent erreichen, verglichen mit 24,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Darin enthalten sei ein negativer Effekt von rund 120 Basispunkten durch jüngst angekündigte Stellenkürzungen.
Für 2026 erwartet Netflix weiterhin 51,1 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen rechnet nun mit etwa 2,7 Milliarden US-Dollar Werbeumsatz, nachdem zuvor rund 3 Milliarden US-Dollar angesetzt waren. Als Grund nennt es eine etwas langsamere Einführung einiger Werbefunktionen als erwartet. Die Jahresprognose für die operative Marge liegt bei 31,5 Prozent, nach 29,5 Prozent im Jahr 2025. Netflix verweist außerdem auf eine positive Reaktion der Mitglieder auf die Preisänderungen 2026, im Rahmen früherer Anpassungen und der Erwartungen des Unternehmens.
