Eurostat veröffentlichte am 21. Oktober 2026 die Defizit- und Schuldendaten der EU-Staaten für 2022 bis 2025. Die Angaben beruhen auf der zweiten Meldung der Mitgliedstaaten für 2026 und dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESA 2010). Änderungen an den gemeldeten Daten nahm Eurostat nicht vor.
Im Euroraum lag das öffentliche Defizit 2025 wie schon 2024 bei 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Für die EU betrug der Wert in beiden Jahren 3,1 Prozent. Die Schuldenquote stieg dagegen: Im Euroraum von 86,6 Prozent Ende 2024 auf 87,7 Prozent Ende 2025, in der EU von 80,3 auf 81,5 Prozent.
2025 meldeten fünf Mitgliedstaaten einen Überschuss: Zypern mit 3,6 Prozent des BIP, Dänemark mit 2,9 Prozent, Griechenland mit 2,0 Prozent, Irland mit 1,8 Prozent und Portugal mit 0,7 Prozent. Die höchsten Defizite verzeichneten Rumänien mit 7,8 Prozent, Polen mit 7,2 Prozent, Belgien mit 5,2 Prozent und Frankreich mit 5,1 Prozent. Insgesamt hatten elf Staaten ein Defizit von mindestens 3 Prozent des BIP.
Die höchsten Schuldenquoten entfielen Ende 2025 auf Griechenland mit 145,4 Prozent des BIP, Italien mit 136,7 Prozent, Frankreich mit 115,7 Prozent, Belgien mit 108,1 Prozent und Spanien mit 100,5 Prozent. Zwölf Mitgliedstaaten lagen über 60 Prozent. Eurostat äußerte zudem einen Vorbehalt zur Datenqualität Bulgariens: Das Land verbuchte Vorgänge der Straßeninfrastrukturagentur mit einem Effekt von 0,6 Prozent des BIP auf das Defizit 2025. Eurostat prüft die statistische Erfassung gemeinsam mit den bulgarischen Behörden und benötigt dafür weitere Angaben.
