Der Vorsteuergewinn lag 2,3 Milliarden US-Dollar über dem Wert aus dem dritten Quartal 2025. HSBC führt den Anstieg vor allem auf einen günstigen Effekt aus besonderen Posten zurück: Im Vorjahresquartal angefallene Rechtsrückstellungen von 1,4 Milliarden US-Dollar wiederholten sich nicht. Hinzu kamen höhere Erträge und geringere erwartete Kreditverluste. Ohne besondere Posten und bei konstanten Wechselkursen nahm der Vorsteuergewinn um 0,9 Milliarden auf 10,0 Milliarden US-Dollar zu. Der Nachsteuergewinn stieg um 2,1 Milliarden auf 7,6 Milliarden US-Dollar.
Der Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um 0,8 Milliarden auf 18,6 Milliarden US-Dollar. Treiber war vor allem das Nettozinsergebnis aus dem Bankgeschäft, das um 0,6 Milliarden auf 11,7 Milliarden US-Dollar wuchs. Das gesamte Nettozinsergebnis betrug 9,3 Milliarden US-Dollar und lag damit 6 Prozent über dem Vorjahreswert. HSBC nennt das Wachstum der Einlagen sowie höhere Renditen bei der Wiederanlage des strukturellen Sicherungsportfolios als Gründe. Die Nettozinsmarge blieb mit 1,57 Prozent stabil.
Die erwarteten Kreditverluste und sonstigen Wertminderungen gingen um 0,2 Milliarden auf 0,8 Milliarden US-Dollar zurück. HSBC verweist unter anderem auf geringere Belastungen im Zusammenhang mit Gewerbeimmobilien in Hongkong sowie niedrigere Aufwendungen im britischen Geschäft und im Wealth- und Premier-Banking-Geschäft in Mexiko. Die Betriebskosten sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,3 Milliarden auf 8,8 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten war ebenfalls der Effekt der nicht wiederkehrenden Rechtsrückstellungen. Ohne besondere Posten wirkten sich unter anderem Inflation, geplante Ausgaben und Technologieinvestitionen kostenerhöhend aus.
Die Kundenkredite wuchsen gegenüber dem zweiten Quartal 2026 um 7,8 Milliarden US-Dollar, die Kundeneinlagen um 9,1 Milliarden US-Dollar. HSBC meldet zudem, den beim Halbjahresergebnis angekündigten Aktienrückkauf über 1 Milliarde US-Dollar am 28. September 2026 abgeschlossen zu haben. Die annualisierte Rendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital betrug 17,7 Prozent; ohne besondere Posten lag sie bei 18,2 Prozent.
