Die erweiterte Zusammenarbeit umfasst die allgemeine Verfügbarkeit von NVIDIA Vera Rubin NVL72 und NVIDIA Vera CPUs auf Oracle Cloud Infrastructure (OCI). Zugleich wollen Oracle und NVIDIA die OCI-Supercluster mit Vera Rubin NVL72 auf eine Kapazität im Multi-Gigawatt-Bereich erweitern. Als Einsatzfelder nennen die Unternehmen das Training und den Betrieb großer KI-Modelle sowie agentische Anwendungen. Der Ausbau ist als Plan angekündigt; einen Zeitplan enthält die Mitteilung nicht.
Die Infrastruktur soll GPU-intensive Aufgaben wie Modelltraining und Inferenz mit CPU-intensiven Arbeitsschritten von KI-Agenten verbinden. Dazu zählen laut NVIDIA und Oracle das Ausführen von Werkzeugen und Code sowie das Abrufen von Daten. Kunden können CPU- und GPU-Ressourcen unabhängig voneinander skalieren. Das soll ungenutzte Kapazitäten verringern und verhindern, dass GPUs während CPU-Arbeitsschritten auf weitere Modellaufrufe warten.
OCI-Supercluster kombinieren NVL72-Racks mit Oracle Acceleron, Spectrum-X Ethernet, Spectrum-6-Switches und BlueField-4-DPUs. In jedem Rack sind 72 GPUs über NVLink verbunden; das OCI-Netzwerk lässt sich laut Unternehmen über Hunderttausende GPUs skalieren. Zusätzlich plant Oracle die Einführung von HGX Rubin NVL8: Das System soll acht Rubin-GPUs, zwei Intel Xeon 6 CPUs mit je 64 Kernen, 4 TB DDR5-Speicher und 6,4 Tbps RDMA-Netzwerk bieten. Die x86-Konfiguration ist für Training, Feinabstimmung und Inferenz vorgesehen.
OpenAI hat nach eigenen Angaben in Abilene GPT-6 Astra auf einem OCI-Supercluster mit mehr als 100.000 NVIDIA Blackwell-GPUs trainiert und betrieben. Das Unternehmen erprobt außerdem Vera CPUs für agentische Arbeitslasten und will sie dafür auf OCI in Produktion bringen. Die angekündigte Rubin-Erweiterung baut auf bestehender OCI-Infrastruktur mit NVIDIA GB200- und GB300-NVL72-Systemen auf. Als gemeinsame Softwarebasis nennen Oracle und NVIDIA CUDA; die geplante HGX-Konfiguration soll zugleich mit x86-Anwendungen kompatibel sein.
