Eurostat zufolge stieg das reale Haushaltseinkommen je Kopf im Euroraum im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt um 0,1 Prozent. Damit setzte sich das Plus aus dem ersten Quartal fort, als der Wert ebenfalls um 0,1 Prozent gestiegen war. In der EU insgesamt betrug der Zuwachs im zweiten Quartal ebenfalls 0,1 Prozent, nach einem Plus von 0,3 Prozent im Vorquartal.
Beim realen Konsum je Kopf zeigte sich eine stärkere Entwicklung. Im Euroraum erhöhte er sich im zweiten Quartal um 0,3 Prozent, nachdem er im ersten Quartal unverändert geblieben war. In der EU stieg der Wert um 0,4 Prozent; im Vorquartal war er um 0,1 Prozent gesunken. Die Angaben stammen aus saisonbereinigten vierteljährlichen Konten für die europäischen Sektoren.
Die Beiträge zu den Einkommensänderungen unterschieden sich zwischen den Gebieten. Im Euroraum wirkten sich vor allem höhere Nettovermögenseinkommen und sonstige laufende Nettotransfers positiv aus. Den stärksten negativen Beitrag leisteten dort der Betriebsüberschuss und das Selbstständigeneinkommen. In der EU trugen Arbeitnehmerentgelte sowie Sozialleistungen außerhalb von Sachleistungen positiv bei; laufende Steuern und Nettosozialbeiträge belasteten die Entwicklung am stärksten.
Die Sparquote der Haushalte sank gegenüber dem Vorquartal im Euroraum um 0,2 Prozentpunkte und in der EU um 0,3 Prozentpunkte. Für den Euroraum blieb sie bei 14,2 Prozent; dieser Wert wurde gegenüber der ersten Veröffentlichung nicht revidiert. Die Investitionsquote des Euroraums verharrte bei 8,3 Prozent, während sie in der EU leicht um 0,1 Prozentpunkt zurückging. Eurostat veröffentlichte die Daten am 28. Oktober 2026. Die nächste Veröffentlichung zu den nichtfinanziellen Konten für das zweite Quartal 2026 ist für den 28. Januar 2027 angekündigt.
