HyperArmor richtet sich auf die ESX-Komponente von VMware Cloud Foundation (VCF). Broadcom zufolge unterstützt die Lösung VMware ESX 8.x und spätere Versionen. Sie soll Angriffsversuche auf Host-Knoten erkennen und blockieren, bevor Schwachstellen ausgenutzt werden. Diese virtuelle Absicherung ergänzt die Netzwerkabsicherung, die VMware vDefend für VCF bereitstellt.
Die Host-Schutzfunktion soll Schwachstellen absichern, ohne dass dafür ein Neustart des Hosts oder ein Software-Upgrade nötig ist. IT-Teams können dadurch laut Broadcom offizielle Patches zu einem selbst gewählten Zeitpunkt testen und einspielen. Die Lösung arbeitet nach Unternehmensangaben ohne Agenten innerhalb der virtuellen Maschinen und soll nur geringe Auswirkungen auf die Leistung haben.
Ein weiterer Bestandteil sind Sicherheitsregeln für ausführbare Dateien und Skripte auf dem Host. HyperArmor erfasst vorhandene Skripte und lässt sie automatisch zu; Administratoren können weitere freigeben. Nicht autorisierte Programme oder Skripte sollen blockiert werden. Zudem integriert HyperArmor eine Mehr-Faktor-Authentifizierung in den SSH-Anmeldeweg von ESX: Nach den üblichen SSH-Zugangsdaten ist ein zeitbasierter Einmalcode erforderlich, der an eine separat definierte Identität gebunden ist.
Broadcom ordnet HyperArmor als zusätzliche Schutzschicht für den Hypervisor ein. Zum Sicherheitsangebot von VCF zählen laut Unternehmen außerdem zentrale Identitätsverwaltung, Verschlüsselung gespeicherter und übertragener Daten sowie VMware vSphere Live Patching. VMware vDefend bietet Netzwerkfunktionen wie Mikrosegmentierung und Bedrohungserkennung; VMware Avi Load Balancer schützt Web- und API-Verkehr. HyperArmor soll vor allem Schutz gegen nicht autorisierte Prozessausführung und gestohlene Zugangsdaten ergänzen.
