Der Verbraucherpreisindex lag 3,3 Prozent über dem Wert vom September 2025. Im August hatte die Teuerungsrate 2,9 Prozent betragen, im Juli 2,8 Prozent. Gegenüber dem Vormonat legten die Verbraucherpreise im September um 0,6 Prozent zu. Das Statistische Bundesamt bestätigte damit seine vorläufigen Ergebnisse. Auch der Harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg im Jahresvergleich um 3,3 Prozent und im Monatsvergleich um 0,6 Prozent.
Energieprodukte kosteten insgesamt 14,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Preissteigerung bei Energie nahm damit den dritten Monat in Folge zu. Besonders stark verteuerten sich leichtes Heizöl mit 74,9 Prozent und Kraftstoffe mit 37,1 Prozent. Auch Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe waren teurer: Ihr Preis lag 15,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Strom, Erdgas ohne Betriebskosten und Fernwärme blieben dagegen günstiger als im September 2025.
Bei Nahrungsmitteln fiel der Anstieg mit 0,4 Prozent vergleichsweise gering aus. Deutlich teurer waren jedoch Eier, mit einem Plus von 15,2 Prozent, und frisches Gemüse, das 12,0 Prozent mehr kostete. Speisefette und Speiseöle verbilligten sich um 15,0 Prozent; Butter lag 29,5 Prozent unter dem Vorjahrespreis. Die Kerninflation, bei der Nahrungsmittel und Energie nicht berücksichtigt werden, blieb bei 2,4 Prozent und damit unter der Gesamtteuerung.
Waren verteuerten sich im Jahresvergleich um 3,8 Prozent, Dienstleistungen um 2,7 Prozent. Die Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, die am 1. Oktober 2026 in Kraft trat, war in den Septemberdaten noch nicht enthalten. Destatis führt die Entwicklung der Energiepreise auch auf den seit Beginn des Iran-Kriegs beobachteten Preisauftrieb am Rohölmarkt zurück.
