Der jährliche Preisanstieg beschleunigte sich damit gegenüber August, als die Rate 6,8 Prozent betragen hatte, und Juli mit 5,3 Prozent. Einen höheren Zuwachs als im September 2026 gab es zuletzt im Februar 2023: Damals lagen die Großhandelspreise 9,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Destatis führt die Entwicklung auf die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten zurück, die insbesondere Energieprodukte und Vorleistungsgüter wie Metalle verteuert hätten.
Den stärksten Einfluss auf den Anstieg im Jahresvergleich hatten Mineralölerzeugnisse. Ihre Preise lagen 48,8 Prozent über dem Niveau von September 2025 und stiegen binnen Monatsfrist um 10,5 Prozent. Auch Nicht-Eisen-Erze, -Metalle und -Metallhalbzeug verteuerten sich deutlich: um 24,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 2,1 Prozent gegenüber August.
Weitere Zuwächse gegenüber September 2025 gab es bei Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln mit 19,3 Prozent sowie bei chemischen Erzeugnissen mit 16,4 Prozent. Datenverarbeitungs- und periphere Geräte kosteten im Großhandel 12,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei diesen Warengruppen stiegen die Preise auch gegenüber dem Vormonat.
Rückgänge im Jahresvergleich verzeichnete Destatis unter anderem bei lebenden Tieren, deren Preise um 15,1 Prozent niedriger lagen. Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette verbilligten sich um 9,7 Prozent, Fleisch und Fleischwaren um 6,0 Prozent. Gegenüber August stiegen die Preise in allen drei Gruppen jedoch wieder. Der Großhandelspreisindex basiert auf dem Jahr 2021; Warenkorb und Gewichtung beziehen sich ebenfalls auf dieses Basisjahr.
