Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr fiel im August geringer aus als in den beiden Monaten zuvor: Im Juli hatte die Veränderungsrate bei -13,7 % gelegen, im Juni bei -13,9 %. Zugleich war das Plus zum Vormonat mit 5,5 % der stärkste Anstieg seit März 2022. Damals hatten die Getreidepreise nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine unter anderem sprunghaft zugelegt.
Die Entwicklung unterschied sich deutlich nach Produktgruppen. Pflanzliche Erzeugnisse kosteten im August 12,3 % mehr als ein Jahr zuvor; erstmals seit Juli 2024 lagen ihre Preise damit wieder über dem Vorjahreswert. Gegenüber Juli stiegen sie um 11,1 %. Besonders stark war die Veränderung bei Speisekartoffeln: Sie verteuerten sich binnen Jahresfrist um 61,5 % und gegenüber dem Vormonat um 93,0 %. Auch Gemüse wurde im Jahresvergleich teurer, um 14,3 %. Bei Getreide betrug der Anstieg 11,5 %.
Bei Obst zeigte sich die Gegenbewegung: Die Erzeugerpreise lagen 20,4 % unter dem Vorjahresniveau. Tafeläpfel verbilligten sich um 32,9 %, Erdbeeren um 6,4 %. Insgesamt sanken die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse im August um 16,6 % zum Vorjahresmonat, stiegen aber um 2,0 % gegenüber Juli. Milch war binnen Jahresfrist 23,9 % günstiger, Schlachtschweine 19,0 % und Rinder 12,9 %. Eier verteuerten sich dagegen um 7,9 %.
Der Index erfasst die Verkaufspreise der Landwirtschaft in Deutschland ohne Umsatzsteuer und bildet damit Preisbewegungen auf der ersten Wirtschaftsstufe ab. Die Augustwerte zeigen daher unterschiedliche Entwicklungen bei landwirtschaftlichen Produkten, nicht aber unmittelbar, wie sich Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher entwickeln. Destatis stellt die Monatsdaten in der Datenbank GENESIS-Online in den Tabellen 61211-0001 bis 61211-0003 bereit.
