NVIDIA hat auf der SEMICON West in San Francisco die CUDA-X-Bibliothek cuPotential vorgestellt. Entwickler können damit KI-Agenten für Simulationen einsetzen, die Wechselwirkungen zwischen Atomen und Molekülen berechnen. Die Funktionen sollen sich in bestehende Software integrieren lassen und Forschenden helfen, Material- und Prozessmodelle schneller zu testen und zu überarbeiten. In Tests mit frühem Zugang beschleunigte cuPotential bereits GPU-optimierte Arbeitsabläufe zusätzlich um den Faktor 2 bis 3.
Zu den frühen Anwendern zählt Synopsys. Das Unternehmen nutzt cuPotential für Materialsimulationen und setzt nach Angaben von NVIDIA außerdem cuEST und cuDSS für Halbleitersimulationen ein. Erste Ergebnisse mit QuantumATK zeigen laut NVIDIA eine mögliche Beschleunigung um den Faktor 30 durch cuEST; Benchmarks mit S-Device ergaben demnach eine 12-fache Beschleunigung durch cuDSS. Synopsys’ AgentEngineer-Lösungen arbeiten zudem mit den offenen NVIDIA-Modellen Nemotron und der Plattform NeMo zusammen.
Weitere CUDA-X-Anwendungen betreffen unterschiedliche Schritte der Entwicklung und Fertigung. Cadence setzt NVIDIA-Beschleunigung, Nemotron und CUDA-X bei Design und Simulation elektromechanischer Systeme ein. Für die Optimierung fortschrittlicher Chipgehäuse mit Cadence Celsius nennt NVIDIA eine achtfach schnellere Ausführung durch cuDSS. COMSOL beschleunigt nach Angaben von NVIDIA Multiphysik-Simulationen für Halbleiter um bis zu den Faktor 10. Lam Research erreicht mit der Open-Source-Bibliothek NanoVDB für 3D-Daten eine 30-fach schnellere Simulation bei der Chipfertigung.
Auch die Bildverarbeitung bei der Fertigungsprüfung gehört zu den Einsatzgebieten: NVIDIA NPP verarbeitet Bilder auf GPUs und unterstützt KLA bei der Beschleunigung von Inspektionen. NVIDIA zufolge nutzen außerdem Applied Materials, Siemens und weitere Unternehmen den Beschleunigungs- und KI-Stack. Die Anwendungen sollen Ingenieuren helfen, Prozesse vor Änderungen in der Fertigung zu simulieren und Produktionsdaten auszuwerten. Die genannten Leistungswerte beziehen sich auf unterschiedliche Anwendungen und Tests; sie sind daher nicht direkt miteinander vergleichbar.
