Im Euroraum lag die Teuerung im September damit über dem Vorjahreswert von 2,2 Prozent. Auch in der EU betrug sie 3,8 Prozent; ein Jahr zuvor hatte die Rate dort 2,6 Prozent erreicht. Die Jahresinflation vergleicht die Verbraucherpreise eines Monats mit denen des gleichen Monats im Vorjahr. Sie ist daher nicht mit der Preisänderung gegenüber dem Vormonat gleichzusetzen.
Den größten positiven Beitrag zur jährlichen Inflationsrate im Euroraum leistete Energie mit 1,71 Prozentpunkten. Dienstleistungen trugen 1,52 Prozentpunkte bei. Auf Industriegüter ohne Energie entfielen 0,29 Prozentpunkte, auf Lebensmittel, Alkohol und Tabak 0,25 Prozentpunkte. Die Beiträge zeigen, wie stark einzelne Bereiche in die Jahresrate einfließen; sie sind nicht mit den jeweiligen Preissteigerungsraten dieser Bereiche gleichzusetzen.
Innerhalb der EU verzeichnete Schweden mit 1,0 Prozent die niedrigste jährliche Inflationsrate. Ungarn und Dänemark folgten mit jeweils 2,1 Prozent. Am höchsten war die Rate in Rumänien mit 6,5 Prozent, gefolgt von Litauen mit 6,1 Prozent und Bulgarien mit 5,6 Prozent. Gegenüber August sank die Jahresinflation in einem Mitgliedstaat, blieb in drei Ländern unverändert und stieg in 23.
Die am 16. Oktober veröffentlichten Werte entsprechen der zuvor veröffentlichten Schnellschätzung für September: Eurostat hatte sie am 2. Oktober mit 3,8 Prozent beziffert. Die nächste Schnellschätzung, dann für Oktober 2026, ist für den 4. November vorgesehen. Bei den Euroraum-Daten ist zudem die veränderte Zusammensetzung zu berücksichtigen: Bulgarien gehört seit dem 1. Januar 2026 dazu. Die Euroraum-Reihen ab Januar 2026 beziehen sich daher auf EA21, frühere Monate bis Dezember 2025 auf EA20.
