Nach der ersten Schätzung des Bureau of Economic Analysis (BEA) nahm das reale Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember 2025 mit einer annualisierten Rate von 1,4 Prozent zu. Im dritten Quartal hatte das Wachstum noch 4,4 Prozent betragen. Auf Quartalsrate umgerechnet entspricht der Zuwachs im Schlussquartal 0,4 Prozent. Die Veröffentlichung war ursprünglich für den 29. Januar vorgesehen und wurde wegen des Regierungsstillstands im Oktober und November 2025 verschoben.
Zum Wachstum trugen höhere Konsumausgaben und Investitionen bei. Ein Rückgang der Staatsausgaben und der Exporte bremste den Zuwachs teilweise. Auch die Importe sanken; sie werden bei der Berechnung des BIP abgezogen. Der private Konsum entwickelte sich langsamer als im Vorquartal. Bei den Investitionen beschleunigte sich das Wachstum hingegen. Die realen Verkäufe an private inländische Käufer, die Konsum und private Anlageinvestitionen zusammenfassen, stiegen um 2,4 Prozent. Im dritten Quartal waren es 2,9 Prozent.
Im Konsum legten die Ausgaben für Dienstleistungen zu, während die Ausgaben für Waren zurückgingen. Zu den stärksten Beiträgen bei den Dienstleistungen zählten Gesundheitsleistungen und sonstige Dienstleistungen, darunter internationale Reisen. Die Investitionen wurden vor allem durch geistiges Eigentum, private Lagerbestände und Ausrüstung gestützt. Für das Gesamtjahr 2025 nennt das BEA höhere Konsumausgaben und Investitionen als wichtigste Wachstumstreiber.
Die Preise für inländische Käufe stiegen im vierten Quartal um 3,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im Vorquartal. Der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) erhöhte sich um 2,9 Prozent; ohne Nahrungsmittel und Energie waren es 2,7 Prozent. Im Gesamtjahr lag der Anstieg des PCE-Index bei 2,6 Prozent, ohne Nahrungsmittel und Energie bei 2,8 Prozent. Die zweite Schätzung für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 soll am 13. März 2026 veröffentlicht werden.
