Statistics Canada zufolge stiegen die Benzinpreise im Jahresvergleich um 27,8 Prozent, nach 22,8 Prozent im August. Auch die Energiepreise insgesamt legten stärker zu: Sie lagen 19,0 Prozent über dem Vorjahresniveau, nachdem der Anstieg im August 15,4 Prozent betragen hatte. Ohne Benzin gerechnet erhöhte sich der Verbraucherpreisindex dagegen um 2,2 Prozent; im August waren es 2,4 Prozent gewesen. Im Monatsvergleich stieg der Index im September um 0,1 Prozent. Saisonbereinigt betrug das Plus 0,4 Prozent.
Bei Lebensmitteln aus Geschäften verlangsamte sich der jährliche Preisanstieg von 2,8 Prozent im August auf 1,7 Prozent im September. Das war der geringste Zuwachs seit Mai 2024. Frisches Gemüse verbilligte sich im Jahresvergleich um 2,9 Prozent, Zucker und Süßwaren um 2,7 Prozent. Die Preise für frisches oder tiefgekühltes Rindfleisch stiegen um 8,7 Prozent und damit langsamer als im August, als das Plus 11,0 Prozent betragen hatte. Trotz der geringeren Teuerungsrate lagen Lebensmittelpreise seit September 2020 insgesamt 33,0 Prozent höher.
Die Wohnkosten stiegen im Jahresvergleich um 1,8 Prozent, verglichen mit 1,5 Prozent im August. Höhere Preise für Heizöl und andere Brennstoffe sowie stärkere Zuwächse bei der Wohngebäude- und Hypothekenversicherung und bei Instandhaltungsarbeiten trugen dazu bei. Die Mieten verteuerten sich wie im August um 2,8 Prozent. Der Index für Hypothekenzinsen sank um 0,2 Prozent, jener für Ersatzkosten von Wohneigentum um 1,9 Prozent.
Auch Studiengebühren wurden im September erfasst: Sie stiegen 2026 gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent, nach einem Plus von 1,7 Prozent im Jahr 2025. In Ontario erhöhten sie sich um 2,1 Prozent; laut Statistics Canada war das der stärkste Anstieg seit 2018, nachdem die Provinz ihren Gebührenstopp beendet hatte. In Prince Edward Island fiel der Zuwachs mit 4,9 Prozent am höchsten aus, in Newfoundland and Labrador mit 0,6 Prozent am niedrigsten.
