Der Vertrag umfasst Lizenzen sowie technische Unterstützung und Wartung für VMware-Produkte, darunter VMware Cloud Foundation (VCF). Broadcom bezeichnet die Vereinbarung als seinen ersten umfassenden Zehnjahresvertrag dieser Art in Japan. VMware, inzwischen Teil von Broadcom, arbeitet nach Unternehmensangaben seit 2019 mit NTT DOCOMO am Aufbau und Betrieb der privaten Cloud des Telekommunikationsunternehmens.
Die Zusammenarbeit soll die Verfügbarkeit und Belastbarkeit der Infrastruktur stärken. NTT DOCOMO will mit VCF Systeme aktualisieren und warten können, ohne Dienste zu unterbrechen. Die gemeinsame Verwaltung von Servern, Speicher und Netzwerken soll zudem flexible Kapazitätserweiterungen ermöglichen. Ressourcen sollen sich abhängig von der Nutzung automatisch verteilen und skalieren lassen, damit die Servicequalität auch bei starkem Datenverkehr stabil bleibt. Für den Betrieb ist außerdem VCF Forte Support mit den laut Broadcom höchsten Service-Level-Zielen des Unternehmens vorgesehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheit. VCF-Funktionen für zeitnahe Sicherheitsupdates sollen mit vorausschauender Erkennung von Auffälligkeiten und AIOps-Initiativen verbunden werden. Dadurch sollen Anomalien früher erkannt und Gegenmaßnahmen schneller eingeleitet werden. Broadcom nennt außerdem den Einsatz eigener Support Account Managers und Technical Account Managers, die NTT DOCOMO bei der Einführung neuer Technologien und Sicherheitsmaßnahmen unterstützen sollen.
Für die Entwicklung und Bereitstellung von Diensten soll VMware vSphere Kubernetes Service (VKS) eingesetzt werden. Die Plattform kann laut Broadcom virtuelle Maschinen und Container gemeinsam betreiben. Automatisierung soll Abläufe von der Bereitstellung der Entwicklungsumgebung bis zur Auslieferung vereinfachen und kürzere Zyklen für Entwicklung, Tests und Veröffentlichungen ermöglichen. Als längerfristiges Ziel nennen die Unternehmen eine Plattform, die virtuelle Maschinen, Container und KI zusammenführt. Zudem wollen sie Automatisierung und KI-gestützte Betriebsprozesse weiterentwickeln. Broadcom verweist dabei auf mögliche Veränderungen durch die zunehmende KI-Nutzung, neue KI-gestützte Bedrohungen, 6G und IOWN.
