Der Anstieg im Jahresvergleich war der kräftigste seit März 2023, als die Erzeugerpreise um 7,5 Prozent zugelegt hatten. Ohne Energie gerechnet betrug das Plus im September 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und 0,1 Prozent gegenüber August. Die Daten des Statistischen Bundesamts beziehen sich auf in Deutschland erzeugte und im Inland verkaufte Produkte aus Bergbau, Verarbeitendem Gewerbe sowie Energie- und Wasserwirtschaft. Der Index bildet Preisänderungen in einer frühen Phase des Wirtschaftsprozesses ab.
Energie kostete 14,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 5,8 Prozent mehr als im August. Bei Mineralölerzeugnissen lag das Jahresplus bei 51,3 Prozent, der Anstieg zum Vormonat bei 8,2 Prozent. Leichtes Heizöl verteuerte sich binnen Jahresfrist um 91,8 Prozent, Kraftstoffe um 48,6 Prozent und Rohbenzin (Naphtha) um 53,8 Prozent. Erdgas in der Verteilung war 15,0 Prozent teurer, Strom 8,2 Prozent. Fernwärme verbilligte sich um 0,5 Prozent.
Auch Vorleistungsgüter kosteten mit einem Plus von 6,4 Prozent mehr als im September 2025. Metalle verteuerten sich um 14,0 Prozent; bei Kupfer und Halbzeug daraus lag der Anstieg bei 31,4 Prozent. Chemische Grundstoffe wurden um 11,3 Prozent teurer. Investitionsgüter kosteten 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr, Gebrauchsgüter 2,2 Prozent. Bei Investitionsgütern lagen Maschinen 2,1 Prozent und Kraftwagen sowie Kraftwagenteile 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Verbrauchsgüter waren dagegen 1,8 Prozent günstiger als im September 2025, obwohl sie gegenüber August um 0,2 Prozent zulegten. Die Nahrungsmittelpreise sanken binnen Jahresfrist insgesamt um 4,1 Prozent. Butter verbilligte sich um 34,8 Prozent, Schweinefleisch um 13,9 Prozent und Rindfleisch um 9,9 Prozent. Pflanzliche Öle verteuerten sich hingegen um 14,5 Prozent, Zucker um 4,1 Prozent. Die Erzeugerpreise erfassen keine Mehrwertsteuer; das aktuelle Basisjahr des Index ist 2021.
