Die Neuerung steht in der Ausgabe 2027 der Long-Term Capital Market Assumptions. J.P. Morgan Asset Management betrachtet darin die Entwicklung über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren. Bitcoin erhält dabei erstmals eine Ertragsspanne. Zugleich stellt das Haus klar, dass Bitcoin noch nicht in den zentralen Kovarianzmatrizen enthalten ist, die für die Analyse von Zusammenhängen zwischen Anlageklassen verwendet werden.
Der Ausblick insgesamt beschreibt eine weltweite Investitionswelle, die laut J.P. Morgan Asset Management vor allem durch KI geprägt wird und bis 2040 reicht. Die Investitionen sollen die totale Faktorproduktivität um 50 Prozent auf 120 Basispunkte erhöhen. Daraus leitet das Haus eine Prognose für das reale US-BIP-Wachstum von 2,1 Prozent und für das nominale Wachstum in entwickelten Märkten von 4,2 Prozent ab. Als weitere prägende Faktoren nennt es wirtschaftlichen Nationalismus und Veränderungen bei öffentlichen und privaten Kapitalströmen.
Auch für andere Anlageklassen nennt J.P. Morgan Asset Management neue Erwartungen. Die Prognose für US-Large-Cap-Aktien steigt um 80 Basispunkte auf 7,5 Prozent. Für globale Aggregate-Bonds beträgt die aktuelle Erwartung 5,3 Prozent; 2021 lag sie laut dem Haus bei 2,1 Prozent. Ein globales, ausgewogenes Portfolio aus Aktien und Anleihen kommt im Ausblick auf 7,0 Prozent, 60 Basispunkte mehr als zuvor. Höhere Korrelationen zwischen Aktien und Anleihen machen laut J.P. Morgan Asset Management eine breitere Diversifikation wichtiger. Für Bitcoin bleibt die Aufnahme in die zentralen Kovarianzmatrizen damit ein eigener Schritt neben der erstmals ausgewiesenen Ertragsspanne.
