Auf der GTC Berlin am 21. Oktober 2026 präsentierte NVIDIA gemeinsam mit europäischen Autoherstellern und Mobilitätsanbietern ausgewählte Anwendungen für autonomes Fahren. Hyperion soll verschiedene Fahrzeugtypen unterstützen: vom Pkw über Robotaxis bis zu autonomen Lastwagen. Die Plattform ist laut NVIDIA mit der eigenen Alpamayo-Software sowie mit Fahrsystemen anderer Anbieter kompatibel. Die vorgestellten Einsatzmöglichkeiten reichen von Level 3 bis Level 4.
Bolt hat nach Angaben von NVIDIA Alpamayo Stack für ein geplantes europäisches Robotaxi-Programm ausgewählt. Zum Start sollen künftige Lucid-Fahrzeuge dienen, die auf Hyperion aufbauen. Die Partner wollen die Software an europäische Straßen anpassen und in Fahrzeuge verschiedener Hersteller integrieren. Bolt plant, vorbehaltlich behördlicher Genehmigung, 2027 in Madrid mit der Erhebung realer Fahrdaten zu beginnen. Deutschland ist als wichtiger Markt für eine spätere Einführung vorgesehen. Geplant ist ein europäischer Rollout mit mindestens 25.000 künftigen Lucid-Fahrzeugen, die für Level 4 ausgelegt sind.
Volkswagen Commercial Vehicles zeigt den autonomen ID. Buzz AD mit Hyperion als Plattform für mehrere Systeme zum automatisierten Fahren. Volvo Cars will Hyperion, Halos OS und Alpamayo Stack mit eigenen Sicherheits- und Entwicklungsverfahren verbinden. Mercedes-Benz baut seine Zusammenarbeit mit NVIDIA bei Hyperion und Alpamayo Stack für Funktionen der Stufen L3 und L4 aus. Zudem soll MB.DRIVE ASSIST PRO, das mit NVIDIA entwickelt wurde, nach Unternehmensangaben demnächst eine Genehmigung für urbane Punkt-zu-Punkt-Fahrten in Deutschland erhalten. Einride entwickelt seinen nächsten Einride Driver für autonome Frachtfahrzeuge auf Basis von Hyperion.
NVIDIA stellte außerdem Halos SAFE vor. Das neue Framework innerhalb des Halos-Sicherheitssystems verbindet Simulationen mit Tests an realen Fahrzeugen, um Sicherheitsnachweise für autonome Fahrzeuge messbar und nachvollziehbar zu erstellen. Für Entwickler kündigte NVIDIA zudem Alpamayo 2 Edge, Alpamayo Agentic Factory und neue Varianten des Modells Cosmos 3 Nano an. Sie sollen die Entwicklung, Anpassung und Bewertung autonomer Fahrsysteme für unterschiedliche Fahrzeuge, Einsatzbedingungen und Regionen unterstützen.
