Die NVIDIA DSX AI Factory Platform bündelt Referenzdesigns und Software für Planung, Bau und Betrieb von KI-Fabriken. Europäische Cloud-Anbieter sowie Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Energie und Kühlung setzen nach Angaben von NVIDIA auf die Plattform. Sie soll auch dabei helfen, neue Kapazitäten schneller bereitzustellen und den Strombedarf von Arbeitslasten an die Bedingungen im Netz anzupassen.
Für die Kühlung sieht das Referenzdesign einen geschlossenen Flüssigkeitskreislauf vor. Trockenkühler geben die Wärme an die Außenluft ab, ohne Wasser zu verdampfen. NVIDIA zufolge kann der Kühlwasserverbrauch einer Anlage dadurch nahezu auf null sinken. Bei einer Leistung von zwei Gigawatt beziffert das Unternehmen die mögliche Einsparung gegenüber Kühltürmen auf 54 Millionen Liter Wasser täglich – entsprechend dem täglichen Wasserverbrauch von 180.000 Haushalten. Ob zusätzliche mechanische Kühlung nötig ist, hängt laut NVIDIA vom lokalen Klima ab.
Die Software DSX MaxLPS soll die Stromverteilung innerhalb des verfügbaren Anlagenbudgets steuern. Damit könnten Betreiber laut NVIDIA dieselbe Zahl an Tokens mit bis zu 30 Prozent weniger Strom erzeugen. Zu den Unternehmen, die den Einsatz der Software planen, zählen CoreWeave, Firmus, Google Cloud, IREN, Lambda, Nebius, Nscale und Sharon AI. DSX Flex soll die Leistungsaufnahme von Arbeitslasten mit den Bedingungen im Stromnetz koordinieren und so zur Netzzuverlässigkeit beitragen.
Zum Angebot gehören außerdem DSX Sim für Simulationen, DSX OS für das Infrastrukturmanagement und DSX Exchange zur Verbindung von Rechen- und Gebäudesystemen. NVIDIA SimReady Central, eine Sammlung digitaler Modelle physischer Anlagenkomponenten, startet auf Hugging Face. Das Open-Source-System DSX OS soll unter anderem den Lebenszyklus der Infrastruktur automatisieren und deren Widerstandsfähigkeit verbessern. Als weitere Partner nennt NVIDIA unter anderem ABB, Siemens Energy, Schneider Electric und Vertiv sowie die Anbieter von Industrie- und Simulationssoftware AVEVA, Dassault Systèmes und Siemens.
