Die Kreditaufnahme lag 1,8 Milliarden Pfund beziehungsweise 7,7 Prozent über dem Wert vom September 2025. Sie übertraf zudem die Prognose des Office for Budget Responsibility (OBR) um 1,9 Milliarden Pfund. Nach Angaben des Office for National Statistics (ONS) stiegen die Ausgaben stärker als die Einnahmen. Dazu trugen auch höhere Zinskosten für Schulden bei; die Inflation wirkte sich ebenfalls aus.
Die Zinszahlungen der Zentralregierung beliefen sich im September auf 10,9 Milliarden Pfund. Das waren 1,6 Milliarden Pfund oder 16,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 2,0 Milliarden Pfund mehr als vom OBR erwartet. Für das am 30. September endende Finanzjahr summierte sich die Kreditaufnahme auf 97,8 Milliarden Pfund. Sie lag damit 4,4 Milliarden Pfund unter dem Vorjahreswert, aber 6,0 Milliarden Pfund über der OBR-Prognose.
Das Defizit im laufenden Haushalt, das laufende Tätigkeiten des öffentlichen Sektors betrifft, erreichte im September 15,8 Milliarden Pfund. Im Finanzjahr bis September waren es insgesamt 64,0 Milliarden Pfund – 5,7 Milliarden Pfund beziehungsweise 8,2 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Wert lag jedoch 2,4 Milliarden Pfund über der Prognose des OBR.
Der öffentliche Nettoschuldenstand wurde Ende September vorläufig auf 3.005,0 Milliarden Pfund geschätzt. Das entspricht 94,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und liegt 0,7 Prozentpunkte unter dem Anteil ein Jahr zuvor. Gegenüber September 2025 stieg der Betrag um 91,7 Milliarden Pfund. Die weiter gefassten Nettofinanzverbindlichkeiten des öffentlichen Sektors beliefen sich vorläufig auf 2.643,4 Milliarden Pfund oder 82,7 Prozent des BIP. Diese Kennzahl berücksichtigt zusätzliche finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
