Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 12 Prozent auf 201,9 Milliarden US-Dollar. Ohne den negativen Wechselkurseffekt von 0,9 Milliarden US-Dollar betrug das Wachstum 13 Prozent. Der Vergleich ist auch vom Zeitpunkt des Prime Day beeinflusst: 2026 fand das Ereignis in den meisten großen Ländern im zweiten Quartal statt, 2025 dagegen vollständig im dritten. Ohne diese Verschiebung wäre das Umsatzwachstum im Quartalsvergleich nach Amazons Berechnung etwa vier Prozentpunkte höher ausgefallen.
In Nordamerika legte der Umsatz um 6 Prozent auf 112,9 Milliarden US-Dollar zu. Das internationale Geschäft wuchs um 5 Prozent auf 43,1 Milliarden US-Dollar; währungsbereinigt waren es 8 Prozent. AWS erzielte 46,0 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von 39 Prozent. Amazon bezifferte den annualisierten Umsatzlauf der Cloud-Sparte auf 184 Milliarden US-Dollar und bezeichnete das Wachstum als das stärkste seit knapp fünf Jahren.
Das operative Ergebnis erhöhte sich von 17,4 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal auf 28,1 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen 17,8 Milliarden US-Dollar auf AWS, nach 11,4 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Nordamerika steuerte 8,7 Milliarden US-Dollar bei, verglichen mit 4,8 Milliarden US-Dollar; das internationale Segment kam auf 1,6 Milliarden US-Dollar nach 1,2 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge lag konzernweit bei 13,9 Prozent.
Der Nettogewinn sank dagegen von 21,2 Milliarden auf 20,7 Milliarden US-Dollar. Der verwässerte Gewinn je Aktie betrug 1,89 US-Dollar nach 1,95 US-Dollar. Amazon führt den Rückgang vor allem auf Vorsteuergewinne von 9,5 Milliarden US-Dollar aus Anthropic-Beteiligungen zurück, die im Vorjahresquartal im nicht operativen Ergebnis enthalten waren. Der operative Cashflow der vergangenen zwölf Monate stieg um 29 Prozent auf 168,3 Milliarden US-Dollar. Der Free Cashflow wechselte im selben Zeitraum von einem Zufluss von 14,8 Milliarden US-Dollar zu einem Abfluss von 42,4 Milliarden US-Dollar. Amazon nennt höhere Investitionen in Sachanlagen, vor allem im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz, als wesentlichen Grund.
