Johnson & Johnson hat Ergebnisse aus Kohorte 5 der Studie OrigAMI-4 vorgestellt. Untersucht wurde eine Erstlinienbehandlung mit subkutan verabreichtem Amivantamab, Pembrolizumab und bis zu sechs Zyklen Carboplatin. Die Teilnehmenden hatten zuvor unbehandelte, wiederkehrende oder metastasierte Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich. HPV-assoziierte Tumoren des Oropharynx wurden getrennt ausgewertet.
Bei den 22 Patienten mit anderen Formen von Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen lag die bestätigte Gesamtansprechrate bei 77 Prozent. Vollständige Remissionen wurden bei 14 Prozent beobachtet. Bei allen auswertbaren Patienten schrumpften die Tumoren. Zum klinischen Auswertungszeitpunkt hielten 65 Prozent der Ansprechen in dieser Gruppe an. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 10,6 Monate.
Die Studie erfasste auch sieben Patienten mit HPV-assoziiertem Oropharynxkarzinom; die genannten Ansprechraten beziehen sich jedoch auf die andere Tumorgruppe. Der primäre Endpunkt war die Gesamtansprechrate, beurteilt durch die Prüfärzte nach RECIST v1.1. Die Behandlung erfolgte in Drei-Wochen-Abständen nach der anfänglichen Behandlungsphase. Die Verabreichung von Amivantamab dauerte laut Studienangaben höchstens fünf Minuten.
Die Ergebnisse der Phase-1b/2-Studie stützen nach Angaben von Johnson & Johnson die weitere Untersuchung der Kombination in der laufenden Phase-3-Studie OrigAMI-5. Amivantamab-basierte Behandlungen gelten in diesem Zusammenhang weiterhin als in Prüfung. Die neuen Daten wurden beim Kongress 2026 der European Society for Medical Oncology als mündliche Kurzpräsentation vorgestellt.
