Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2026 mit einer annualisierten Rate von 3,4 Prozent. Das sei das stärkste Wachstum innerhalb eines Jahres, erklärte das Weiße Haus. Über die vergangenen drei Quartale hinweg habe die Wirtschaft annualisiert um 2,7 Prozent zugelegt. Das Weiße Haus stellte diesen Wert den Prognosen von Blue Chip mit 2,4 Prozent und des Congressional Budget Office mit 2,2 Prozent gegenüber.
Die privaten Investitionen in Anlagen und Ausrüstung stiegen im dritten Quartal annualisiert um 9,4 Prozent. Die gesamten Unternehmensinvestitionen legten nach Angaben des Weißen Hauses um knapp 13 Prozent zu; das sei der stärkste Quartalsanstieg seit fast 15 Jahren. Im bisherigen Jahresverlauf wachse die Investitionstätigkeit mehr als doppelt so schnell wie 2025 und dreimal so schnell wie im letzten Jahr der vorherigen Regierung, heißt es in der Mitteilung.
Auch die Konsumausgaben nahmen zu: Für das dritte Quartal beziffert das Weiße Haus den annualisierten Anstieg auf 3,8 Prozent. Zudem verweist die Regierung auf die Zusammensetzung der US-Warenimporte. Investitionsgüter wie Maschinen und Ausrüstung hätten einen Rekordanteil erreicht, während Konsumgüter noch 17 Prozent der Warenimporte ausmachten. Dieser Anteil sei gleich niedrig wie der bisherige Rekordtiefstand.
Das Weiße Haus führt das Wachstum und die Investitionsdynamik auf die Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump zurück, darunter niedrigere Steuern, weniger Regulierung, Energiepolitik und Handelspolitik. Die veröffentlichten Zahlen beschreiben die Entwicklung im dritten Quartal; die politische Deutung der Ursachen stammt von der US-Regierung. 72 Prozent der von Bloomberg befragten Ökonomen hätten laut Mitteilung das Wachstum unterschätzt.
