Die erste Schätzung des Bureau of Economic Analysis (BEA) umfasst Juli bis September. Zum Wachstum trugen höhere Investitionen, Konsumausgaben und Staatsausgaben bei. Ein Rückgang der Exporte bremste die Entwicklung; zugleich stiegen die Importe, die in der BIP-Rechnung als Abzugsposten gelten. Gegenüber dem zweiten Quartal beschleunigten sich vor allem die Investitionen, während die Staatsausgaben wieder zunahmen. Die Exporte drehten ins Minus, und die Importe stiegen stärker als im Vorquartal.
Bei den Investitionen spielten höhere private Lagerbestände und Ausgaben für Ausrüstung eine Rolle. Die Lagerzunahme entfiel vor allem auf den Großhandel und das verarbeitende Gewerbe, insbesondere auf Branchen mit langlebigen und nicht langlebigen Waren. Bei der Ausrüstung führten Informationsverarbeitungstechnik, vor allem Computer und Peripheriegeräte, den Anstieg an.
Der private Konsum nahm sowohl bei Dienstleistungen als auch bei Waren zu. Bei Dienstleistungen waren Gesundheitsversorgung sowie Gastronomie und Beherbergung wichtige Treiber; bei Waren vor allem sonstige nicht langlebige Güter, darunter verschreibungspflichtige Medikamente. Der Anstieg der Staatsausgaben ging laut BEA auf Bundesausgaben zurück, insbesondere auf nicht verteidigungsbezogene Ausgaben. Eine Rolle spielten geringere Verkäufe von Rohöl aus der Strategic Petroleum Reserve als im zweiten Quartal. Diese Verkäufe verändern laut BEA die Zusammensetzung des BIP, haben aber keinen direkten Einfluss auf dessen Höhe.
Die realen Endverkäufe an private inländische Käufer, die Konsumausgaben und private Anlageinvestitionen zusammenfassen, stiegen annualisiert um 4,9 Prozent nach 4,6 Prozent im Vorquartal. Der Preisindex für inländische Käufe erhöhte sich um 3,0 Prozent, nach 5,6 Prozent. Der PCE-Preisindex stieg um 2,1 Prozent; ohne Nahrungsmittel und Energie waren es 2,5 Prozent. Das BEA will am 25. November 2026 die zweite BIP-Schätzung für das dritte Quartal und die Unternehmensgewinne veröffentlichen.
