Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet für September 2026 einen Anstieg der Importpreise um 2,1 Prozent gegenüber August. Im Jahresvergleich betrug das Plus 10,4 Prozent. Damit fiel die Rate höher aus als im August mit 8,3 Prozent und im Juli mit 6,8 Prozent. Einen stärkeren Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat hatte es zuletzt im November 2022 gegeben, damals waren es 12,3 Prozent.
Besonders stark verteuerte sich importierte Energie: Die Preise lagen 61,8 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen allein gegenüber August um 14,5 Prozent. Destatis zufolge waren die Folgen des Kriegs im Nahen Osten bei den Energiepreisen weiterhin deutlich spürbar. Elektrischer Strom kostete im Jahresvergleich 96,2 Prozent mehr, Mineralölerzeugnisse 81,3 Prozent, Erdöl 59,3 Prozent und Erdgas 53,9 Prozent. Auch Vorleistungsgüter trugen zum Gesamtanstieg bei: Ihre Importpreise erhöhten sich um 11,1 Prozent.
Innerhalb dieser Gütergruppe verteuerten sich Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug um 26,8 Prozent. Kupfer und Halbzeug daraus lagen 37,9 Prozent über dem Vorjahrespreis, Aluminium und Halbzeug daraus 23,4 Prozent. Bei elektronischen Bauelementen betrug der Anstieg 17,8 Prozent, bei Kunststoffen in Primärformen 17,4 Prozent. Ohne Energie gerechnet lagen die Importpreise 5,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Landwirtschaftliche Güter waren dagegen insgesamt 0,9 Prozent günstiger als im September 2025; lebende Schweine kosteten 34,9 Prozent weniger.
Auch die Exportpreise stiegen: Sie lagen 5,3 Prozent über dem Vorjahresmonat und 0,6 Prozent über August. Das war der stärkste Anstieg im Jahresvergleich seit Februar 2023. Exportierte Vorleistungsgüter verteuerten sich um 7,2 Prozent, Investitionsgüter um 2,6 Prozent. Zusammen machen diese beiden Gruppen laut Destatis fast 75 Prozent der ausgeführten Waren aus.
