Die vorläufige Schätzung des Statistischen Bundesamts bezieht sich auf die Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) gegenüber dem Vorjahresmonat. Im September hatte die Rate noch 3,3 Prozent betragen. Der Rückgang im Oktober bedeutet damit eine geringere jährliche Teuerung. Gleichzeitig lag das Preisniveau nach den bisher verfügbaren Ergebnissen 0,2 Prozent unter dem Stand des Vormonats September.
Ohne Nahrungsmittel und Energie dürfte die Inflationsrate im Oktober bei 2,1 Prozent liegen. Diese sogenannte Kerninflation fällt damit niedriger aus als die erwartete Gesamtinflation. Destatis weist für Energieprodukte einen Anstieg von 12,2 Prozent gegenüber Oktober 2025 aus. Im September hatte die entsprechende Jahresveränderung noch 14,9 Prozent betragen; der Anstieg der Energiepreise hat sich demnach abgeschwächt.
Die Zahlen sind vorläufige Ergebnisse für Oktober. Die Inflationsrate beschreibt die Veränderung des Verbraucherpreisindex im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat; der Monatswert zeigt dagegen, wie sich die Verbraucherpreise gegenüber dem direkt vorhergehenden Monat verändert haben. Beide Angaben beziehen sich somit auf unterschiedliche Vergleichszeiträume. Für den VPI werden Preisentwicklungen verschiedener Waren- und Dienstleistungsgruppen zusammengefasst und entsprechend ihrer Gewichte im Index berücksichtigt.
Destatis stellt für die Einordnung der Verbraucherpreisentwicklung unter anderem Daten nach Produktgruppen sowie einen Preis-Kaleidoskop und einen Rechner bereit. Damit lassen sich Preisverläufe einzelner Gruppen und Gewichtungen nach dem eigenen Verbrauchsmuster betrachten. Die Oktoberwerte geben eine erste Gesamtsicht; die ausgewiesene Kernrate und die Energieentwicklung zeigen zugleich, dass sich die Preisbewegungen je nach Bereich unterscheiden.
