Eurostat zufolge sank die saisonbereinigte Industrieproduktion im Euroraum im August gegenüber Juli um 0,5 Prozent, in der EU um 0,3 Prozent. Bereits im Juli war sie zurückgegangen: um 0,3 Prozent im Euroraum und um 0,4 Prozent in der EU. Gegenüber August 2025 lag die Produktion im Euroraum um 1,1 Prozent niedriger, in der EU um 0,2 Prozent.
Die Entwicklung unterschied sich nach Gütergruppen. Im Euroraum nahm die Produktion von Vorleistungsgütern gegenüber Juli um 0,8 Prozent ab, bei nichtdauerhaften Konsumgütern betrug der Rückgang 2,7 Prozent. Investitionsgüter legten um 0,4 Prozent und dauerhafte Konsumgüter um 0,2 Prozent zu. In der EU sanken Vorleistungsgüter um 0,3 Prozent und nichtdauerhafte Konsumgüter um 2,3 Prozent. Investitionsgüter stiegen um 0,7 Prozent; bei dauerhaften Konsumgütern blieb die Produktion unverändert.
Auf Länderebene verzeichneten Belgien mit minus 5,1 Prozent, Irland mit minus 3,1 Prozent und Portugal mit minus 2,0 Prozent die stärksten monatlichen Rückgänge. Die größten Zuwächse gab es in Schweden mit plus 6,5 Prozent, Estland mit plus 4,3 Prozent und den Niederlanden mit plus 2,6 Prozent. Im Jahresvergleich reichte die Veränderung von einem Minus von 15,0 Prozent in Irland bis zu einem Plus von 9,8 Prozent in den Niederlanden.
Auch die Jahreswerte unterscheiden sich nach Gütergruppen: Im Euroraum sank die Produktion nichtdauerhafter Konsumgüter um 9,1 Prozent, während Investitionsgüter um 3,0 Prozent zulegten. In der EU gingen nichtdauerhafte Konsumgüter um 6,7 Prozent zurück; Investitionsgüter stiegen um 3,6 Prozent. Eurostat revidierte zudem die Juli-Werte: Der monatliche Rückgang wurde für den Euroraum von 0,1 auf 0,3 Prozent und für die EU von 0,3 auf 0,4 Prozent angepasst.
